Akkus sind in der Regel sehr widerstands- und leistungsfähige Geräte, mit denen sich Elektrogeräte über einen langen Zeitraum hinweg mit Energie versorgen lassen. Trotzdem kommt es vor, dass ein Akku nicht mehr ordnungsgemäß arbeitet und sich im schlimmsten Fall aufbläht wie ein Luftballon. Wie kann es zu diesem Phänomen kommen und wie lässt es sich verhindern? Übrigens wenn du mehr über die Vor- und Nachteile von Akkus und Batterien wissen willst lies unseren Ratgeber Akku vs. Batterie – was ist besser?

Wenn sich ein Akku aufbläht, hat er seine Funktion verloren und muss entsorgt werden.

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Warum bläht sich ein Akku auf?

Dieses Phänomen lässt sich nur dann verstehen, wenn man die Vorgänge im Inneren eines Akkus und damit seine Funktionsweise kennt. Um ein Elektrogerät mit Energie versorgen zu können, laufen im Inneren des Akkus chemische Prozesse ab, die dafür sorgen, dass Spannung entsteht.


Diese Prozesse werden von den verarbeiteten Materialien im Akku hervorgerufen und bewirken zweierlei:


  • Während des Aufladens
    wird elektrische Energie in chemische Energie umgewandelt.
  • Schließt man
    ein Elektrogerät an, wird der Prozess umgekehrt und aus chemischer Energie
    wieder elektrische Energie.

Als Materialien werden vor allem Lithium, Cadmium (nur noch in sehr schwacher Konzentration von 0,002 Prozent), Nickel, Eisen, Silber, Zink, Wasserstoff, Brom oder Blei verwendet, wobei die einzelnen Materialien meist in Kombination mit anderen Bestandteilen eingesetzt werden. Diese reagieren miteinander und erzeugen letztlich die für den Betrieb des Elektrogerätes notwendige Energie.

Wie kommt es zum Aufblähen eines Akkus?

Ein Akku erfüllt seine Aufgabe dadurch, dass in seinem Inneren chemische Prozesse ablaufen. Diese Prozesse werden durch eine Vielzahl von Faktoren (z. B. Temperatur, Feuchtigkeit, Beschädigungen, Überladung, Kurzschluss, Art der Lagerung) beeinflusst und im schlimmsten Fall können sie zu unerwünschten Abläufen führen. Ein solcher Ablauf beinhaltet die Bildung von Gas, das sich ausbreiten möchte. Da dies in einem geschlossenen System nur schlecht möglich ist, wird durch das Gas im Inneren des Akkus Druck aufgebaut, der letztlich dazu führt, dass sich der Akku sichtbar aufbläht.

Wichtigster Faktor für aufgeblähte Akkus – hohe Temperatur

Eine Eigenart chemischer Prozesse besteht in ihrer Beeinflussbarkeit durch die Temperaturen. Vor allem bei sehr hohen Temperaturen kann es im Akku zu ungewollten Reaktionen kommen, vor allem bei Lithium Ionen Akkus. In vielen Fällen kommt es zur schon erwähnten Bildung von leicht entzündlichem Gas, wodurch sich das typische Erscheinungsbild eines aufgeblähten Akkus ergibt.

Akku aufgebläht – Explosionsgefahr oder Feuer droht

Sobald man entdeckt, dass sich der Akku eines Gerätes aufgebläht hat, sollte man sehr vorsichtig mit ihm hantieren. Aufgrund des hohen Innendrucks und durch die Tatsache, dass sich das entstandene Gas sehr leicht entzünden und zu einer Explosion führen kann, sollte man den defekten Akku vorsichtig aus dem Gerät entfernen, in einen mit Sand gefüllten, verschließbaren Behälter legen und diesen schießen. In keinem Fall sollte man ihn im Gerät belassen, denn wenn er dort explodiert oder sich entzündet, wird unter Umständen das gesamte Elektrogerät unwiederbringlich zerstört. Am besten bringt man den Akku zu einer Sammelstelle oder zu einem Wertstoffhof, wo er fachgerecht entsorgt wird. Ein aufgeblähter Akku gehört übrigens unter keinen Umstanden in den normalen Hausmüll.

Ein aufgeblähter Akku muss dringend sofort aus dem Gerät entfernt werden. Vor Allem wegen der Explosionsgefahr.

Kommt es dort zu einem Feuer oder zu einer Explosion, können mitunter große Sach- oder gar Personenschäden entstehen. Verbraucher sind sogar gesetzlich dazu verpflichtet, sich um eine ordnungsgemäße und sichere Entsorgung von alten oder defekten Akkus (und auch Batterien) zu kümmern. Mehr über die richtige Entsorgung von Akkus ist in unserem Artikel nachzulesen.

Zerstörung von Elektrogeräten durch aufgeblähte Akkus

Viele Elektrogeräte, die mit Akkus betrieben werden, sind heute sehr kompakt gebaut, um möglichst wenig Platz zu beanspruchen. Die kompakte Bauweise hat allerdings zur Folge, dass es im Inneren der Geräte platztechnisch nur wenig Spielraum gibt. Bläht sich dann ein Akku auf, sind Beschädigungen anderer Komponenten meistens nicht zu vermeiden. Je stärker sich der Akku mit Gas füllt und an Volumen gewinnt, desto mehr benachbarte Bauteile gehen vermutlich kaputt. Aus diesem Grund ist es wichtig, die Akkus in solchen Elektrogeräten regelmäßig zu kontrollieren und sie aus den Geräten zu entfernen, wenn man diese längere Zeit nicht verwendet.

Verbleiben die Akkus unkontrolliert in den Geräten, können diese eventuell ganz zerstört werden, wenn man den aufgeblähten Akku nicht sofort bemerkt.

Wie lässt sich das Aufblähen von Akkus verhindern?

Im Normalfall gelten Akkus als relativ robust und langlebig. Nur bei unsachgemäßer Verwendung, dauernder Überlastung oder falscher Aufbewahrung können Schäden an einem Akku entstehen, seine Leistungsfähigkeit vermindern oder ihn gänzlich unbrauchbar machen. Um die Lebensdauer eines Akkus zu erhöhen, sollte man vor allem die Hinweise der Hersteller beachten, die wichtige Tipps zur richtigen Handhabung beinhalten:


  • Ein Akku sollte vor Feuchtigkeit geschützt werden
  • Sehr hohe oder niedrige Temperaturen sind zu vermeiden
  • Überladungen sollten verhindert werden
  • Kontakt mit anderen leitenden Materialien ist zu vermeiden
  • Stetiges, vollständiges Laden sollte vermieden werden
  • Komplette Entleerung des Akkus ist zu verhindern
  • Zu frühes Aufladen ist zu vermeiden

Wer sich an diese Ratschläge hält, der verlängert die Lebensdauer seines Akkus und verhindert Schäden wie das Aufblähen mithilfe einfacher Maßnahmen nachhaltig. (mehr zur Lebensdauer von Akkus)

Tipp: Nicht nur ein defekter, aufgeblähter Akku verursacht Kosten, sondern auch ein Ladegerät, das dauerhaft mit der Steckdose verbunden bleibt. Ein angeschlossenes Ladegerät zieht nämlich Strom, egal, ob ein Elektrogerät (z. B. Smartphone, Computer oder Kamera) zum Aufladen des Akkus angesteckt ist oder nicht. Außerdem kann sich das Gerät sehr stark erhitzen, was die Brandgefahr erhöht. Deshalb sollte man ein Ladegerät stets von der Steckdose trennen, wenn man es nicht benötigt.

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Konkrete Schritte, um ein Aufblähen des Akkus zu verhindern

Vor allem das vollständige Entleeren des Akkus und ein zu frühes Aufladen können die Leistungsfähigkeit des Akkus beeinträchtigen und sogar zu irreversiblen Schäden führen. Es wurde nachgewiesen, dass Akkus eine längere Lebensdauer haben, wenn man sie erst auflädt, sobald sie noch zu 20 bis 35 Prozent geladen sind. Wer bereits bei 50 bis 70 Prozent zum Ladegerät greift, tut seinem Akku nichts Gutes. Ebenso lassen sich Schäden vermeiden, indem man Akkus nicht erst auflädt, wenn sie vollständig entleert sind.

Akkus neigen nämlich dazu, anfällig für Energieschwankungen zu sein, was bedeutet, dass sie bei zu wenig Energiezufuhr schlechter arbeiten. Wer seinen Laptop oder Computer dauerhaft an der Steckdose belässt, riskiert ebenfalls Schäden am Akku, denn der Zustand stetiger Ladung führt zu einer reduzierten Lebensdauer. Im schlimmsten Fall erhitzt sich der Akku zu stark und es kann zu einem Aufblähen kommen.

Akkus von Markenherstellern bieten Sicherheit

Inzwischen gibt es viele unterschiedliche Akkus, die von Markenherstellern ebenso produziert werden, wie von eher unbekannten Unternehmen. Wer Smartphone, Laptop oder Kamera schützen möchte, der kauft Akkus von Markenherstellern. Diese haben Sicherheitsfunktionen entwickelt, durch die ihre Akkus bei auftretenden Schäden besser geschützt sind. Zu diesen Funktionen gehören beispielsweise ein Unter- oder Überladungsschutz, ein Schutz vor zu hohen Temperaturen, eine sogenannte Sollbruchstelle oder Entgasungslöcher, durch die sich bildendes Gas aus dem Akku entweichen kann.

Sehr oft verfügen Akkus zudem über eine Abschaltautomatik, mit der die Energiezufuhr gestoppt wird, sobald der Akku vollständig aufgeladen ist (mehr zum richtigen Laden von Akkus). Bei sehr günstigen Akkus gibt es diese Sicherheitsvorkehrungen nicht immer, wodurch sie einem größeren Risiko ausgesetzt sind, durch entsprechende Ereignisse bzw. ungünstige Umweltbedingungen beschädigt oder zerstört zu werden. Daher kann es sinnvoll sein, etwas mehr Geld zu investieren, dafür aber besser vor Gefahren wie dem Aufblähen oder einer Explosion geschützt zu sein.

Beratung zum Thema Akku

Für alle, die technisch eher weniger versiert sind und sich mit dem Thema Akku nicht gut auskennen, sollte vor dem Kauf eines Akkus eine entsprechende Beratung stehen. Diese kann man sich im Elektrofachhandel oder in einschlägigen Foren im Internet holen. Bei solch einer umfassenden und kompetenten Beratung erhält man alle wichtigen Informationen zur richtigen Handhabung und vor allem Pflege von Akkus.

Informationen zur Pflege von Akkus findest du in unserem Ratgeber. So lernt man, was man tun kann bzw. muss, um die Lebensdauer von Akkus zu erhöhen, Beschädigungen wie ein Aufblähen zu verhindern und dadurch Geld zu sparen.

Wer alle Tipps beherzigt, minimiert nicht nur die Gefahren, sondern spart auch Geld ein.

Übrigens, wenn dich interessiert welche Arten von Akkus es überhaupt gibt lies unseren Ratgeber Welche Akkuarten gibt es?

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