Wer Elektrogeräte verwendet, die mit einem Akku betrieben werden, für den spielt die Frage nach der Lebensdauer von Akkus eine wichtige Rolle. Sie sorgen dafür, dass man das Gerät benutzen kann und je länger ein Akku hält, desto weniger muss man sich um frühzeitigen Ersatz Sorgen machen und nach entsprechenden Tausch-Akkus suchen. Übrigens wenn du mehr über die Vor- und Nachteile von Akkus und Batterien wissen willst lies unseren Ratgeber Akku vs. Batterie – was ist besser?

Unten findest du du die entsprechenden Lebenserwartungen der verschiedenen Akkuarten.

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Übersicht – Akku Lebensdauer

AkkutypAkku LadezyklenAkku Lebensdauer
Blei Gel Akku400-600 Vollzyklen5-8 Jahre
Blei Säure Akku300-500 Vollzyklen4-6 Jahre
NiCd Akku800-1500 Ladezyklen15 Jahre+
NiMH Akku350-500 Ladezyklen7-10 Jahre
Li Ion Akku500-800 Ladezyklen10-15 Jahre
LiPo Akku300-500 Ladezyklen7-10 Jahre
NiFe Akku3000+ Ladezyklen20-60 Jahre

Was bedeutet eigentlich Lebensdauer genau – Stichwort Ladezyklen?

Wenn Experten von der Lebensdauer eines Akkus sprechen, meinen sie damit stets die Restkapazität von wenigstens 80 Prozent und zwar bezogen auf die Anzahl der angegebenen Ladezyklen. Ein Akku, der sich nach dem Erreichen der vom Hersteller genannten Ladezyklen noch bis auf 80 Prozent auflädt, ist also nicht etwa defekt, sondern erreicht immer noch die vorgeschriebene Ladekapazität. Übrigens, wie man die Akku-Kapazität misst erfährst du in unserem Ratgeber. Man misst die Lebensdauer von Akkus deshalb normalerweise nicht in Monaten oder Jahren, sondern ausschließlich in Lade- und Entladezyklen des Akkus.

Der Aufladezyklus meint dabei den Zeitraum, der benötigt wird, um die vorhandene Ladekapazität des Akkus mithilfe eines Ladegerätes bis zur maximal möglichen Grenze aufzufüllen (mehr zum richtigen Laden von Akkus). Die Bezeichnung Entladezyklus steht für den Zeitraum, innerhalb dessen sich der Akkus durch die Verwendung des Elektrogerätes, den er antreibt wieder entleert. Eine solche Art, die Lebensdauer eines Akkus zu messen ist sinnvoll, weil sie den Faktor der Nutzungshäufigkeit einbezieht.

Faktoren, die die Lebensdauer von Akkus beeinflussen

Die Lebensdauer von Akkus ist eine Wissenschaft für sich und es gibt viele Faktoren, die sie beeinflussen können. Zwar ist eine grundsätzliche Aussage darüber, warum ein Akku nur über einen bestimmten Zeitraum hinweg seine Arbeit leistet, nicht möglich, dennoch werden von Experten immer wieder die folgenden Einflussfaktoren bezüglich der Lebensdauer genannt:

  • Große Hitze
  • Extreme Kälte
  • Überladung
  • Nutzungshäufigkeit
  • Tiefenentladung (mehr dazu Tiefentladung)
  • Kurzschluss
  • Lagerungsfehler

Vor allem gegen Hitze und Kälte sind viele der Akkus, unabhängig vom Modell, sehr empfindlich. Ursache dafür sind die chemischen Prozesse, die im Inneren des Akkus für die Auf- und Entladung Sorge tragen und die von großer Hitze oder extremer Kälte verändert werden. Das beste Beispiel sind aufgeblähte Akkus, in denen durch zu große Wärme im Rahmen der chemischen Abläufe Gase gebildet werden, die dann zum typischen, aufgeblähten Erscheinungsbild beitragen. Alles weitere zu aufgeblähten Akkus findest du in unserem Ratgeber.

Wie man die Akku Lebensdauer verlängern kann

Es ist der Lauf der Dinge, dass jeder Akku irgendwann leistungsmäßig nachlässt. Es gibt allerdings verschiedene Möglichkeiten, dies hinauszuzögern und die Akku Lebensdauer deutlich zu verlängern. Vor allem ist es notwendig, den Akku nicht ständig in einem Zustand der Vollladung zu halten, etwa durch einen permanenten Anschluss an das Stromnetz. Das verkürzt die Lebensdauer des Akkus und dadurch die Haltbarkeit.

Optimalerweise arbeitet ein Smartphone permanent mit einem Akkustand von 40 bis 80%.

Fachleute empfehlen, den Akkus nachzuladen, wenn er sich in einem Bereich von 40 bis 85 Prozent befindet. Zudem sollte man einen Akku nicht zu hohen Temperaturen aussetzen. Empfohlen werden zwischen 15 und 25 Grad Celsius. Diese Temperaturspanne ist vor allem bei der längeren Lagerung von Akkus zu beachten. Mehr Infos zur Lagerung von Akkus findest du in unserem Artikel. Eine wichtige Methode, um die Lebensdauer von Akkus zu erhöhen besteht darin, im alltäglichen Gebrauch darauf zu achten, dass sie nicht ständig beansprucht werden.

So lässt sich der Energieverbrauch bei einem Smartphone beispielsweise dadurch reduzieren, dass man eine nicht so helle Display-Beleuchtung wählt, Apps bei Nichtbenutzung schließt sowie Bluetooth oder W-LAN ausschaltet, wenn man sie nicht unbedingt benötigt. Übrigens, wenn dich interessiert welche Arten von Akkus es überhaupt gibt lies unseren Ratgeber Welche Akkuarten gibt es?

 


Verschiedene Akkus – Unterschiedliche Lebensdauer


 

Lebensdauer beim Blei Gel Akku (SLA)

Sogenannte Blei Gel Akkus sind im Grunde herkömmliche Blei Akkus. Allerdings besteht der entscheidende Unterschied darin, dass die im Akku enthaltene Schwefelsäure mithilfe von Kieselsäure in einen gelförmigen Zustand gebracht wurde. Ein solcher Akku bietet mit 1,9 bis 2,4 Volt dieselbe Spannung, wie normale Blei Akkus. Blei Gel Akkus kommen meist als Startbatterien für elektrische Rollstühle, Motorräder bzw. Elektro Gabelstapler zum Einsatz. Durch ihren höheren Innenwiderstand können sie nicht für klassische Kraftfahrzeuge eingesetzt werden, weil sie die zum Starten notwendigen Stromhöhen nicht erreichen.

Von Herstellern werden bezüglich der Lebensdauer häufig zwischen 400 und 600 Ladezyklen genannt, bei denen es sich um Vollzyklen und damit um komplette Ladungen handelt. Das bedeutet für die Praxis, dass ein solcher Blei Gel Akku circa 5 bis 8 Jahre hält, bei sehr pfleglichem Umgang kann er auch eine Lebensdauer bis zu 10 Jahre haben.

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Die Lebensdauer beim Lithium Polymer Akku (Lipo)

Beim Lithium Polymer Akku (kurz LiPo Akku) handelt es sich um die Weiterentwicklung des Lithium Ionen Akkus. Durch seinen Aufbau ist er in der Lage, sehr flexible Formen anzunehmen. Außerdem zeichnet er sich durch eine extrem hohe Leistungsdichte aus. Lithium Polymer Akkus werden inzwischen sehr oft in Handys und Notebooks verwendet. Allerdings haben sie häufig eine nicht so hohe Lebensdauer wie die Lithium Ionen Akkus. Die Hersteller geben die Lebensdauer dieser Akkus mit etwa 300 bis 500 Ladezyklen an. Für die Praxis heißt dies, dass ein Lithium Polymer Akku bei einer wöchentlichen Aufladung maximal 7 bis 10 Jahre hält.

Der Lithium Ionen Akku (Li Ion) und seine Lebensdauer

Es gibt den Lithium Ionen Akku seit 1991 und er konnte dem Nickel Metallhybrid Akku (kurz NiMH Akku) bei Notebooks und Handys den Platz an der Spitze streitig machen. Der Lithium Ionen Akku zeichnet sich vor allem durch seine hohe Energiedichte aus. Das bedeutet gerade im Bereich von Handys einen wesentlichen Vorteil, weil er bei identischer Größe sehr viel leistungsstärker ist. Bezüglich der Akku Lebensdauer bei Lithium Ionen Akkus werden von den Herstellern zwischen 500 und 800 Ladezyklen angegeben. Bei einer wöchentlichen Ladung sind dies immerhin zwischen 10 und 15 Jahren Akku Lebensdauer.

Dies gilt aber nur, wenn die Bedingungen ideal sind, man also nicht etwa in der Wüste oder am Nordpol lebt und auch sonst sehr pfleglich mit dem Akku umgeht und alles vermeidet, was ihn zu sehr beansprucht. Da solche Idealbedingungen aber kaum zu finden sind, gehen Experten von einer wesentlich kürzeren Akku Lebensdauer von nur 2 bis 5 Jahren aus. In Anbetracht der Tatsache, wie häufig die Verbraucher sich ein neues Handy oder einen Laptop zulegen, erscheint diese relativ kurze Akku Lebensdauer durchaus als ausreichend.

Lebensdauer beim Nickel Cadmium Akku (NiCd)

Bis weit in die 90er Jahre des letzten Jahrtausends hinein war der Nickel Cadmium Akku (NiCd Akku) als wieder aufladbarer Batterieersatz für Elektrogeräte nicht wegzudenken. Er wurde eingesetzt bei:

 


 

  • Taschenlampen
  • Handy
  • Spielzeug

 

Nickel Cadmium Akkus halten in der Regel für ca. 800 Ladezyklen.

Irgendwann kamen dann die Nickel Metallhybrid Akkus (NiMH Akkus) und die Lithium Ionen Akkus (LI Ion Akkus) auf den Markt und liefen dem Nickel Cadmium Akku den Rang ab. Die Hauptursache dafür lag vor allem darin, dass die neuen Akku-Arten kein schädliches Cadmium mehr enthielten. In der Europäischen Union wurde eine Gesetzesvorlage verabschiedet, laut der nur noch NiCd Akkus verkauft werden dürfen, in denen weniger als 0,002 Prozent Cadmium (bezogen auf das Gewicht des Akkus) enthalten sind. Diese Regelung hat seit 2009 auch in der Bundesrepublik Deutschland Gesetzesrang.

Bei älteren Akkus auf Nickel-Cadmium-Basis gab es den sogenannten Memoryeffekt, durch den der Akku bei unvollständiger Entladung seine Kapazität immer mehr verlor. Wie man die Akku-Kapazität misst, erfährst du übrigens in unserem Ratgeber. Bei neuen NiCd Akkus konnte dieser Effekt nahezu vollständig beseitigt werden. Bezüglich der Akku Lebensdauer ist der Nickel Cadmium Akku einer der langlebigsten. Die Hersteller geben sie mit circa 800 bis 1500 Ladezyklen an. Vermutlich sind in der Praxis 800 Ladezyklen realistisch, was aber bedeutet, dass ein solcher Akku ohne Probleme 15 Jahre oder sogar länger durchhält, wenn man ihn pflegt.

Hinweise von Herstellern beachten – die Akku Lebensdauer erhöhen

Wer möglichst lange Freude an seinem Akku haben möchte, der sollte nicht nur die bereits erwähnten Tipps berücksichtigen, sondern sich auch an die von den Akku-Herstellern gegebenen Ratschläge halten. Sie haben während der Entwicklung dieser Geräte zahlreiche unterschiedliche Tests durchgeführt und verfügen daher über die größte Erfahrung bezüglich der optimalen Handhabung und Pflege von Akkus. Wer sich an ihre Hinweise hält, kann so die Akku Lebensdauer erhöhen. Dies spart Zeit und vor allem auch Kosten. Sie geben übrigens auch immer wichtige Tipps, wie man Akkus richtig entsorgen sollte.

Dazu sind sie vom Gesetzgeber verpflichtet. Außerdem sollte man die Herstellerhinweise darauf hin überprüfen, ob der Hersteller eventuell ein eigenes Entsorgungssystem besitzt. An viele Hersteller kann man alte oder defekte Akkus zurücksenden, damit diese die Akkus dann fachgerecht entsorgen. Mehr zur richtigen Entsorgung von Akkus.

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