Wie eigentlich Jedem bewusst sein sollte, verfügen Kettensägen über eine enorme Power und schneiden nicht nur Holz, wie Butter. Sie sind für viele verschiedene Waldarbeiten optimal geeignet, jedoch sollte nicht unbedacht an den Umgang mit solch einem Gerät herangegangen werden. Doch um allen Risiken so gut wie möglich vorzubeugen, ist die Voraussetzung, dass du die Kettensäge beherrscht und um die Gefahren weist, die beim Fällen von Bäumen oder auch beim Entasten oder beim Zuschneiden von Brennholz lauern. Natürlich sollte man diesen Risiken unbedingt mit der richtigen Schutzausrüstung entgegentreten.

Die besten Modelle
Vergleichstabelle
Preisvergleich

Ebenso selbstverständlich sollte es jedoch sein, das Arbeiten mit einer Kettensäge von geübten Profis vom Fach zu erlernen und einen Kettensägenschein zu erwerben. Einen direkten Vergleich der besten Akku Kettensägen findest du in meinem Akku Kettensägen Test.

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Auch wenn gute Motorsägen heutzutage über einige Sicherheitsvorrichtungen, wie beispielsweise eine Kettenbremse, einen Handschutz oder auch einen Ein-/Ausschalter verfügen, ist die jährliche Anzahl von Unfällen mit Kettensägen schockierend hoch.In erster Linie passieren diese Unfälle natürlich Laien. Beim Erwerben eines Motorsägenscheins erhältst du Kenntnisse über alle Risiken wie zum Beispiel den „Kick back Effect“. Dieser beschreibt einen Rückschlag der beispielsweise beim Sägen mit der Schwertspitze ausgelöst wird. Das Gerät wird dann mit einem enormen Schub zurückgeschleudert. Das hier die Verletzungsgefahr gewaltig ist, kann sich sicher Jeder vorstellen.

Um den richtigen Umgang mit diesen gefährlichen, jedoch auch unheimlich nützlichen Geräten zu erlernen gibt es deutschlandweit einige Anlaufstellen für gewerbliche Nutzer und auch Privatpersonen.

Wie bekomme ich den Kettensägenschein?

Für Lehrgänge zum Kettensägenführerschein gibt es zahlreiche Anbieter. Daher ist es absolut lohnend zunächst verschiedene Angeboten zu vergleichen. Wirklich seriöse Lehrgänge sind in der Regel durch Forstvereine oder auch von Kettensägenherstellern zertifiziert. Innerhalb Deutschlands können die Lerninhalte und auch die dauer des Kurses stark variieren. Einheitlich sind nur Kurse die nach KWF-Standard durchgeführt werden. Entwickelt wurden diese vom Kuratorium für Waldarbeit und Forsttechnik e.V. (KWF) gemeinsam mit forstlichen Bildungszentren und Berufsgenossenschaften. Alle Lehrgänge nach diesen Standards findest du unter www.motorsaegenkurs.de.

Was lerne ich in einem Kettensägenkurs?

Der Grundkurs teilt sich in die theoretischen Grundlagen und den praktischen Teil.

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Mehr über Schutzkleidung erfährst du in unserem Ratgeber Schutzausrüstung für Kettensägen.

Theorie

Die Theorie beinhaltet wichtige Verhaltensregeln Wissen über Bäume. Außerdem auch die richtige Pflege von Kettensägen und die Notwendigkeit und nutzungsweise von Schutzausrüstung.

Praxis

Im praktischen Teil wird dir das richtige Baumfällen gelehrt. Schnittgeschwindigkeit, Schnittrichtung und Ansatzhöhe spielen dabei eine große Rolle. Alles was du im theoretischen Teil gelernt hast soll hier korrekt in die Praxis umgesetzt werden. Das Theorie das Eine und Praxis aber etwas ganz Anderes ist, wird einem hier bewusst.

Zu beiden Teilen muss selbstverständlich auch eine Prüfung abgelegt werden, bevor man wirklich besitzer eines solchen Scheins wird. Erhält man dieses Zertifikat ist man berechtigt liegendes Holz aufzuarbeiten, nicht aber Bäume zu fällen oder der Gleichen. Der Grundkurs wird von zwei weiteren Modulen ergänzt. Die Kosten für Kurse variieren je nach Anbieter.

Modul 2: Aufarbeitung von stehendem Holz bis BHD 15 cm (BHD steht für Brusthöhendurchmesser)

Modul 3: Vermittlung sicherer Fälltechniken sowohl im Schwachholz als auch im mittelstarken Holz

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Kettensägenschein – Freiwillig oder Pflicht?

Um im heimischen Garten das Brennholz zurecht zu sägen ist für gewöhnlich kein Kettensägenschein von Nöten. Davon abgesehen ist er jedoch bei beinahe jeder anderen Nutzung Pflicht. Für gewerbliche Nutzer wie beispielsweise Feuerwehrmänner, Wald- und Forstarbeiter oder auch Landschaftsbauer, sowie auch Mitglieder des Technischen Hilfswerks ist der Besitz eines solchen Scheins ohnehin Pflicht. Deren Kurse und Lehrgänge unterscheiden sich allerdings in manchen Punkten von denen für Privatpersonen. Angesichts der Risiken sollte jeder private Nutzer in Erwägung ziehen so einen Kurs zu belegen auch wenn er dazu nicht verpflichtet ist. Fachwissen schadet nicht. Wer in einem privaten oder auch in einem staatlichen Wald als Brennholz-Selbstwerber tätig werden will muss dem zuständigen Förster seine Bescheinigung vorweisen können.

Dies hat vor Allem versicherungstechnische Gründe. Denn passiert ein Unfall und der Anwender verfügt nicht über diesen Kettensägenschein, wird der Besitzer des Waldes dafür haftbar gemacht. Zum Sägen auf Grundstücke Dritter ist ein Schein unabdinglich. Dabei ist es auch irrelevant ob das Gelände einem guten Freund oder einem anderen Privatbesitzer gehört.

Was kostet der Kettensägenschein?

Wie schon erwähnt variieren die Preise in dem Bereich stark von Anbieter zu Anbieter. Abhängig ist dies zum Einen von der Dauer des Kurses, zum Anderen aber auch davon welche Ausrüstung selbst mitgebracht werden muss und welche von Kursanbieter gestellt wird. Ein ungefährer Richtwert für einen solchen Kurs sind aber ca.100 Euro. Das beim Kurs geschnittene Holz kann häufig im Anschluss mitgenommen werden, sodass ein zusätzlicher Gegenwert entsteht. Eine zuverlässige Anlaufstelle zum Erwerben des Scheins ist das Forstamt deiner Stadt.

Benzin-, Elektro- oder Akku Kettensäge – Wann wird der Schein benötigt?

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Das Verletzungsrisiko ist unabhängig davon, mit welcher Art von Kettensäge du arbeitest. Auch von akkubetriebenen Geräten geht eine Unfallgefahr aus. Deswegen muss sich meiner Ansicht nach Jeder zunächst den richtigen Umgang mit der Säge erlernen. Bedingung dafür ist, dass du das 18. Lebensjahr vollendet hast und sowohl geistig als auch körperlich in der Verfassung dazu bist. Die dazu benötigte Schutzausrüstung ist selbst mitzubringen. Welche Ausrüstung du brauchst und andere wissenswerte Infos dazu, erfährst du in meinem Ratgeber Schutzausrüstung für Motorsägen.

Darf ich direkt loslegen?

Nicht jeder der die Kurse absolviert hat und Besitzer eines Motorsägenscheins ist, darf diesen auch automatisch gewerblich nutzen. Dazu sind weitere Qualifikationen, sprich weitere Kurse notwendig. Selbst Diejenigen, die die Lizenz zum Holzfällen erworben haben dürfen nicht nach Lust und Laune in jeden Wald gehen um dort Brennholz zu schlagen. Das zuständige Forstamt muss dies erst genehmigen und schließt dann in der Regel einen Brennholz-Vertrag mit dem Selbstwerber. Anschließend wird ihm die abgesprochene Holzmenge zugewiesen. Wer ohne Kettensägenschein im Wald sägt, kann Glück haben und mit einer Verwarnung wegen einer Ordnungswidrigkeit davonkommen. Spätestens eine Wiederholungstat endet dann jedoch mit einem Bußgeld.

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