Mähroboter ohne Begrenzungskabel – Wie funktioniert der drahtlose Einsatz von Rasenrobotern?

Mähroboter sind praktische Gartenhelfer, die dem Gartenbesitzer durch ihr vollkommen autonomes Rasenmähen viel Arbeit abnehmen. Allerdings ist für die Nutzung ein vorheriges Verlegen des Begrenzungskabels nötig. Einige Modelle verzichten jedoch auf ein solches Begrenzungskabel – die aufwendige Installation des Begrenzungskabel entfällt bei diesen Mährobotern also. Dennoch gibt es einige Dinge, die du bei Mährobotern ohne Begrenzungskabel beachten solltest. Wir stellen dir im Nachfolgenden die Vor- und Nachteile von Mährobotern mit und ohne Begrenzungskabel vor.

Mähroboter ohne Begrenzungsdraht

Welche Mähroboter verzichten auf ein Begrenzungskabel?

Die meisten Hersteller setzen auf Mähroboter, die sich anhand eines Begrenzungskabels im Garten orientieren. Ein paar Firmen aber bieten hochwertige Modelle an, die auf einen solchen Begrenzungsdraht verzichten. Hier seien vor allem die Hersteller Wiper und Ambrogio genannt, die leistungsstarke, drahtlose Rasenroboter anbieten.

Welche Mähroboter ohne Begrenzungskabel sind am besten?

Ambrogio L60 Rasenmäherroboter

Wiper ECO Robot Blitz 2.0

Dieses Modell kommt gleich in mehreren Varianten daher. Der Ambrogio L60 Deluxe ist für Rasenflächen bis zu 200 Quadratmetern ausgelegt und für rund 1000 Euro erhältlich. Der Ambrogio L60 Deluxe Plus hingegen schafft Rasenflächen von bis zu 400 Quadratmetern und kostet dementsprechend etwas mehr: Hier fallen Kosten von rund 1500 Euro an. Beide Modelle sind wasserdicht und lassen sich auch auf Geländen mit Steigungen von 50 Prozent anwenden.

Mit einer Schnittbreite von 25 Zentimetern fallen die gemähten Bahnen zudem recht groß aus. Durch das leichte Gewicht von ca. 8 Kilo lassen sich die Mähroboter ohne viel Kraft transportieren. Ein integrierter Verriegelungsschutz sorgt dafür, dass die Klingen des Rasenroboters ihre Drehbewegung unterbrechen, wenn das Gerät angehoben wird. So werden Verletzungen vermieden.

Dieser Mähroboter des Herstellers Wiper ist in seiner Standardvariante für eine Rasenfläche von bis zu 200 Quadratmetern geeignet. Sein etwas größerer Bruder, der Wiper Blitz 2.0 Plus, bewältigt Rasenflächen von 400 Quadratmetern. Preislich liegen die beiden Modelle derzeit bei rund 1200 bzw. 1300 Euro. Der Blitz 2.0 von Wiper trumpft durch seine immense Schnitthöhe auf:

Auch Rasenflächen mit einer Höhe von 20 Zentimetern stellen für diesen drahtlosen Rasenroboter keine Hürde dar. Auch die Akkuleistung fällt sehr hoch aus: Die Ladekapazität des Lithium-Ionen-Akkus gewährleistet aufgeladen eine Mähzeit von drei Stunden ohne Unterbrechungen.

Ambrogio Robot AM060L0K9Z
Wiper W-BX4

Wozu dient das Begrenzungskabel eines Mähroboters?

Das Begrenzungskabel, auch Begrenzungsdraht genannt, hilft dem Mähroboter bei der Orientierung. Es funktioniert dabei wie eine Art Zaun, der dem Roboter zeigt, in welchem Bereich er sich zu bewegen hat. Das Begrenzungskabel muss vor der Nutzung deines Rasenmähroboters im Garten verlegt werden. Stößt dein Mähroboter auf den induktiven Begrenzungsdraht, weiß er, dass er diesen nicht überfahren soll und wird sich nur im abgegrenzten Bereich bewegen. Dafür sorgt ein Magnetfeld, dass von den Sensoren des Mähroboters erfasst wird. Der Mähroboter wird nach der Registrierung des Magnetfeldes die Richtung wechseln und seine Fahrt im zu mähenden Bereich fortsetzen. Das gilt nicht nur für die Außengrenzen deines Gartens, sondern auch für Hindernisse auf der Rasenfläche selbst. 

Mähroboter ohne Begrenzungskabel - Kabel

Das Begrenzungskabel muss vor der Nutzung deines Rasenmähroboters im Garten verlegt werden.

Steht etwa ein Gartenhäuschen auf dem Rasen, musst du das Kabel auch um dieses verlegen, damit dein Mähroboter es umfahren kann. Da die Sensoren sehr effizient sind, wird das Signal auch dann von ihnen erfasst, wenn sich das Induktionskabel unter der Erde befindet. Du kannst es also bis zu zehn Zentimetern tief in deinem Garten vergraben.

Wie hilft das Begrenzungskabel dem Mähroboter beim Umfahren von Hindernissen?

Hersteller von kabelgebunden Mähroboters liefern zumeist Pappschablonen mit, die dir beim Verlegen des Begrenzungskabel helfen. Durch diese Pappschablonen lassen sich die Abstände zwischen Kabel und Hindernis problemlos bewahren. Du musst ein “Hinkabel” zu jedem einzelnen Hindernis führen und das Begrenzungskabel zusammen mit der Pappschablone um das Hindernis herum verlegen. Dann muss ein “Rückkabel” wieder vom Begrenzungskabel zum Ausgangspunkt zurückgeführt werden.

So werden nicht zu mähende Bereiche aus dem Wirkungsbereich des Rasenroboters ausgeschlossen. Dabei solltest du zwei Punkte beachten:

 

  1. Liegen zwei Begrenzungskabel zu nah beieinander, heben sich die Magnetfelder beider Kabel gegenseitig auf. Die Begrenzungskabel können dann nicht mehr von den Sensoren deines Mähroboters registriert werden.
  2. Verlaufen Hin- und Rückkabel zu weit vom Begrenzungskabel entfernt, werden sie vom Mähroboter ebenfalls als Begrenzungsdraht interpretiert. Der Rasenroboter wird seine Fahrt in diesem Bereich dann nicht fortsetzen.
Mähroboter ohne Begrenzungsdraht - Gardena

Liegen zwei Begrenzungskabel zu nah beieinander, heben sich die Magnetfelder beider Kabel gegenseitig auf.

Wozu braucht mein Mähroboter ein zusätzliches Suchkabel?

Ein zusätzlich zu verlegendes Suchkabel kann deinem Mähroboter dabei helfen, schlecht zu findende Stellen zu erreichen. Besonders in verwinkelten Gärten ist das nützlich. Es kann dem Rasenroboter auch den Weg durch Engstellen und andere schwierig befahrbare Areale weisen. Das Verlegen eines Suchdrahts sorgt natürlich für eine noch höheren Installationsaufwand. Da ein Suchdraht sowohl mit dem Begrenzungskabel, als auch mit der Ladestation des Mähroboters verbunden ist, findet dein Mähroboter den Weg zur Ladestation auch dann, wenn er sich ein ganzes Stück von ihr entfernt hat.

Diese zusätzliche Navigationshilfe wird bei Mährobotern ohne Begrezungskabel zumeist durch ein integriertes GPS-Modul ersetzt. Auch dieses hilft dem Rasenmähroboter dabei, sich in deinem Garten zu orientieren.

Welche Vorteile hat ein Begrenzungskabel für meinen Mähroboter?

  • Ein Begrenzungskabel zeigt deinem Mähroboter sehr verlässlich an, wo er zu mähen hat und wo nicht.
  • Du kannst dein Begrenzungskabel unter- und oberirdisch verlegen. Das unterirdische Verlegen dauert zwar länger, verhindert aber, dass dich das verlegte Kabel bei zukünftigen Gartenarbeiten behindert.
  • Für das Verlegen des Begrenzungsdrahts benötigst du keinen Fachmann. Auch Anfänger können das Kabel erfolgreich verlegen. Du kannst aber natürlich auch einen Serviceleister engagieren, der das Verlegen des Begrenzungskabels für dich übernimmt.

Welche Nachteile hat ein Begrenzungskabel für meinen Mähroboter?

  • Je nach Größe und Beschaffenheit deines Gartens fällt das Verlegen des Begrenzungskabels zeit- und kraftaufwendig aus.
  • Solltest du Umstrukturierungen im Garten vornehmen, indem du etwa ein neues Blumenbeet anlegst, musst du das Begrenzungskabel neu verlegen.
  • Durch Tiere und andere Einflüsse kann das Induktionskabel Schaden nehmen. Dann kann der Mähroboter aus dem zu mähenden Bereich ausbrechen. In diesem Fall wird eine Erneuerung des verlegten Begrenzungskabels notwendig.

Wie funktionieren Mähroboter ohne Begrenzungskabel?

Mähroboter ohne Begrenzungskabel können sich beim Manövrieren nicht an einem Begrenzungsdraht orientieren. Sie verfügen stattdessen über Rasensensoren, die ihnen bei der Navigation helfen: Durch diese Rasensensoren erkennen sie beim Überfahren einer Oberfläche, ob es sich bei dieser um Rasen handelt oder nicht. Dadurch weiß der Mähroboter, ob er sich auf einer Fläche befindet, die er zu mähen hat. Zusätzliche Berührungssensoren zeigen dem Mähroboter, ob er sich auf einer bereits gemähten Fläche befindet. Mähroboter ohne Begrenzungskabel besitzen also eine Fülle an Sensoren, mit denen dein vollautomatischer Gartenhelfer unentwegt seine Umgebung scannt.

Mähroboter ohne Begrenzungskabel - Worx - Rasenkante

Berührungssensoren zeigen dem Mähroboter, ob er sich auf einer bereits gemähten Fläche befindet.

Zwar besitzen auch Mähroboter mit Begrenzungskabel zusätzliche Sensoren zur Orientierung. Mähroboter ohne Begrenzungskabel sind aber so konzipiert, dass sie sich ausschließlich auf ihre Sensoren verlassen können. Ihre Sinne sind also für das kabellose Arbeiten besonders geschärft.

Wie genau sind die Rasensensoren von Mährobotern ohne Begrenzungskabel?

Zunächst erscheint das Arbeiten mit einem kabellosen Mähroboter sehr einfach – tatsächlich aber sind die Rasensensoren nicht so akkurat, wie die recht simple Theorie vermuten ließe. So fällt es den Sensoren mitunter schwer, Rasenflächen und Blumenbeete voneinander zu unterscheiden. Auch Kies oder Mulch werden von Sensoren nicht immer als solche erfasst. Damit dein Rasenroboter also nicht deine geliebten Tulpen zerhäckselt, solltest du Blumenbeete durch Zäune, hohe Rasenkanten oder andere Abtrennungen klar von deiner Rasenfläche abgrenzen.

Im Idealfall solltest du Mähroboter, die ohne Begrenzungskabel arbeiten, in Gärten einsetzen, die zu einem Großteil aus Rasen bestehen. Dann ist die Gefahr am geringsten, dass dein Mähroboter Flächen mäht, die er besser nicht mähen sollte.

Welche Vorteile haben Mähroboter ohne Begrenzungskabel?

Der größte Vorteil von Mährobotern ohne Begrenzungskabel ist offensichtlich: Vor der Inbetriebnahme deines Gerätes musst du kein Begrenzungskabel im Garten verlegen. Da dieser mitunter anstehende Schritt wegfällt, gestaltet sich die Installation deines Mähroboters sehr viel einfacher als bei Modellen, die auf einen Begrenzungsdraht angewiesen sind. Gerade bei großen Gärten spart das eine Menge Zeit und Kraft. Aus dieser Tatsache erwachsen einige andere Vorteile, die für einen Mähroboter ohne Begrenzungskabel sprechen:

Mähroboter ohne Begrenzungskabel - Großer Garten

Schnelle Inbetriebnahme deines Mähroboters

Da du vor der Nutzung eines solchen Rasenroboter-Modells kein Begrenzungskabel im Garten verlegen musst, kann dein robotischer Gartenhelfer sehr schnell mit dem Mähen deiner Rasenfläche beginnen. Oft reicht es aus, den Mähroboter einfach auf dem Rasen abzustellen und den Mähvorgang zu starten – durch die integrierten Rasensensoren weiß dein Mähroboter auch ohne aufwendigen Installationsprozess, wo er zu mähen hat.

Hohe Flexibilität deines Mähroboters

Wenn du etwas im Garten veränderst, etwa ein neues Blumenbeet anlegst, oder im Sommer ein Schwimmbecken aufstellst, müsstest du das Begrenzungskabel deines Mähroboters umverlegen. Das kann besonders bei temporären Veränderungen stören. Mähroboter ohne Begrenzungskabel hingegen passen sich flexibel an solche Veränderungen an und das Umverlegen des Begrenzungskabels entfällt.

Welche Nachteile haben Mähroboter ohne Begrenzungskabel?

Den größten Nachteil von Mährobotern ohne Begrenzungsdraht haben wir weiter oben bereits kurz angesprochen: Nicht immer schaffen es die Rasensensoren, Rasenflächen und andere Untergünde zu unterscheiden. Blumenbeete können von den Sensoren ebenfalls als Rasen erkannt und vom Mähroboter gemäht werden. Damit deine Blumen nicht den rotierenden Schneidemessern des Rasenmähroboters zum Opfer fallen, solltest du klare Kanten und Abtrennungen schaffen: Rasenbegrenzungssteine, Rasenkanten oder Zäune etwa verhindern, dass dein Mähroboter über deine Blumenbeete fährt. Auch ein etwaiges Nachbargrundstück sollte durch einen Zaun von deinem Garten abgegrenzt werden.

Mähroboter ohne Begrenzungskabel - Zaun

Um Unstimmigkeiten in der Nachbarschaft zu vermeiden, solltest du sein Grundstück von deinem abgrenzen.

Dein Mähroboter würde sich ansonsten auch am Rasen des anderen Gartenbesitzers zu schaffen machen – er mäht einfach überall, wo seine Sensoren auf Rasen treffen. Es könnte deinen Nachbarn natürlich freuen, wenn dein Mähroboter auch ihm das Rasenmähen abnehmen würde. Um Unstimmigkeiten in der Nachbarschaft zu vermeiden, solltest du aber mit dem angrenzenden Gartenbesitzer sprechen und im Zweifel sein Grundstück von deinem abgrenzen.

Wie orientiert sich mein Mähroboter ohne Begrenzungskabel?

Die Orientierung deines Mähroboters ohne Begrenzungskabel erfolgt primär über die eingebauten Rasensensoren. Diese sagen ihm, wo er zu mähen hat und wo nicht. Aber auch Rasenroboter ohne Begrenzungsdraht kommen nicht ganz ohne Navigationshilfe aus. Die meisten Modelle kommen daher mit einem integrierten GPS-System oder einem Kompass daher. Durch diese Navigationshilfen kann er sich besser im Garten zurechtfinden. Sie helfen dem Rasenroboter auch dabei, eigenständig seine Ladestation anzusteuern, wenn der Rasenroboter seine Aufgabe erledigt hat oder sein Akku aufgeladen werden muss.

Wie sollte mein Garten für die Nutzung eines Mähroboters ohne Begrenzungskabel beschaffen sein?

1. Klare Grenzen

Du solltest die zu mähende Rasenflächen klar von Stellen abgrenzen, die der Rasenroboter nicht mähen soll. Zäune und Begrenzungssteine sind dabei hilfreich. Mit ihnen solltest du Blumenbeete, Wasserstellen und andere nicht zu mähende Flächen umranden, damit diese nicht von deinem Mähroboter überfahren werden. Vorallem solltest du Teiche mit Zäunen umranden. Sonst kann es passieren, dass dein Mähroboter im feuchten Nass baden geht. Was dem Menschen im Sommer gut tun kann, ist für die sensible Technik von Rasenmäherrobotern nicht gerade empfehlenswert.

2. Gute Struktur der Rasenfläche

Damit dein Mähroboter sich ohne Begrenzuskabel in deinem Garten gut zurechtfindet, sollte dieser recht einfach strukturiert sein. Verwinkelte Gärten können für diese Rasenroboter-Modelle nämlich problematisch sein. Auch sollten sich nur wenige Hindernisse auf der zu mähenden Fläche befinden.

3. Die richtige Größe

Mähroboter ohne Begrenzungskabel eignen sich am idealsten für größere Rasenflächen. Hier würde das Verlegen eines Begrenzungsdrahts am meisten Zeit in Anspruch nehmen. Zu groß sollte dein Garten aber auch nicht sein. Sonst würde es sehr lange dauern, bis der Rasenroboter die gesamte Fläche bearbeitet hat. Ideal sind Rasenflächen bis zu 400 Quadratmetern.

Übrigens: Einen direkten Vergleich aller von uns getesteten Rasenmähroboter findest du in unserem Mähroboter Test.

Akku Mähroboter ohne Begrenzungskabel Vergleichstabelle:

Modell

Bosch Roboter Rasenmäher Indego S+ 350

Husqvarna Automower 310

Al-Ko Robolinho 500 E

Worx Landroid M WR143E Mähroboter

Gardena smart SILENO city Set 500

Gardena Mähroboter R40Li

Gardena Sileno Mähroboter

Bosch Roboter Rasenmäher Indego 350

Yard Force Mähroboter COMPACT 280R

YardForce SA600H Mähroboter

Schnittbreite und Schnitthöhe19 cm / 3 bis 5 cm24 cm / 2 bis 6 cm20 cm / 2,5 bis 5,5 cm18 cm / 3 bis 6 cm16 cm / 2 bis 5 cm17 cm / 2 bis 5 cmk.A. / 2 bis 6 cm19 cm / k.A.16 cm / 2 bis 5,5 cm18 cm / 2 bis 6 cm
Max. Rasenflächebis 350 m²bis 1000 m²bis 500 m²1000 m²500 m²400 m²bis 1000 m²bis 350 m²bis 300 m²bis 600 m²
Gewicht7,6 kg13,2 kg7,6 kg9,5 kg7,2 kg7,4 kg9,6 kg7,6 kg15,1 kg8,5 kg
LadezeitKeine Angaben60 Minuten50 Minuten90 Minuten60 Minuten50 Minuten60 MinutenKeine Angaben80 Minuten60 Minuten
Testergebnis
weitere Angebote